TransFVernetzung 2025 – Drei Ministerien im Dialog: Integration durch berufliche Bildung als Schlüssel zur Fachkräftesicherung
Rund 50 Teilnehmende aus Politik, Wirtschaft und Bildung folgten der Einladung des Kompetenznetzwerks Bau und Energie e. V. zur diesjährigen TransFVerNetzung 2025 am 4. Dezember 2025 im Haus des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Unter dem Leitmotiv „Integration durch berufliche Bildung – Chancen für Gesellschaft und Wirtschaft“ bot die Veranstaltung eine einzigartige Plattform für Austausch, Innovation und praxisnahe Impulse.

In seiner Video-Grußbotschaft betonte ZDH-Präsident Jörg Dittrich, dass die TransFVerNetzung „mehr als eine Tagung, sondern ein Ort für Dialog, Innovation und Zukunftsgestaltung“ sei. Die Kompetenzzentren hätten gezeigt, wie praxisorientierte Bildung, Technologie und gesellschaftliche Verantwortung erfolgreich zusammenwirken können.
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Mehr InformationenPolitik und Praxis an einem Tisch
Erstmals diskutierten Vertreter dreier Bundesministerien gemeinsam auf dem Podium:
- Fabian Langenbruch, Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
- Dr. Catrin Hannken, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
- Ministerialdirigent Boris Petschulat, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE)
Zusammen mit Jörg Brömer (Unternehmer und Vorsitzender Bildungsausschuss ZDB) und Dr. Roland Falk (Vorsitzender Kompetenznetzwerk Bau und Energie e. V.) wurde offen über die Herausforderungen und Chancen der Fachkräftesicherung gesprochen.
Alle Beteiligten waren sich einig: Es braucht schnellere, verlässlichere Verfahren und klare Strukturen, um die Zuwanderung arbeitswilliger Menschen zu beschleunigen.
Ein besonderes Highlight war das Interview mit dem marokkanischen Auszubildenden Hamza Addi, der trotz einer fünfmonatigen Wartezeit auf sein Visum erfolgreich in Deutschland Fuß gefasst hat und nun im zweiten Lehrjahr bei der Firma Brömer ist. Sein Beispiel machte deutlich: Integration gelingt, wenn Motivation, Begleitung und betriebliche Offenheit zusammenkommen.
Diskussion mit Tiefgang
Die Moderatorin Kerstin Stromberg-Mallmann führte mit gezielten Fragen und interaktiven Publikumsbeiträgen durch die Diskussion und forderte die Staatsvertreter u. a. auf, zwei Gesetze oder Verordnungen zu nennen, die einen nachweislich positiven Effekt auf den Arbeitsmarkt hatten. Das Ergebnis war ein konstruktiver Dialog, der parteipolitische Grenzen überwand und den Fokus auf Lösungen legte.
Jan Dannenbring vom ZDH ergänzte in seinem Impulsvortrag, dass trotz steigender Arbeitslosigkeit die Fachkräfteproblematik bestehen bleibt und sich durch den demografischen Wandel – insbesondere im Handwerk – weiter verschärfen wird.
Werkstatt der Kompetenzzentren – Orte des Lernens und Netzwerkens
Im Anschluss öffnete die „Werkstatt der Kompetenzzentren“ ihre Türen. An acht Themenwerkbänken präsentierten sich die bundesweiten KomZets mit Beispielen, Projekten und Impulsen aus ihrer täglichen Arbeit.
Die Werkbänke standen für zentrale Zukunftsthemen der beruflichen Bildung im Bau- und Ausbaugewerbe:
- Digitalisierung und didaktische Konzepte im Baugewerbe
- Chancen durch Ausbildung für alle
- Gemeinsam stark – Ausbildung trifft Studium
- Brücke zwischen akademischer Lehre und beruflicher Bildung
- Ausbilder fit für morgen
- Bau-Know-how weltweit teilen
- Bauwirtschaft hat Zukunft – Talente gesucht
- Vernetzen – Austauschen – Stärken
Rund um die Werkbänke entwickelte sich ein intensiver Austausch zwischen den Teilnehmenden aus Politik, Wissenschaft, Bildung und Praxis.
Hier wurde ein Hauptanliegen der Veranstaltung spürbar umgesetzt: Netzwerke zu knüpfen, aus denen Neues entstehen kann – Kooperationen, Ideen und Projekte, die berufliche Bildung weiter voranbringen.
Fazit
Dr. Roland Falk, Vorsitzender des Kompetenznetzwerks Bau und Energie e. V., zog ein durchweg positives Fazit:
„Wir haben gezeigt, dass berufliche Bildung Brücken baut – zwischen Menschen, Institutionen und Ministerien. Die TransFVerNetzung ist gelebtes Netzwerk, das aus Dialog und Praxis neue Lösungen entstehen lässt.“
Die TransFVerNetzung 2025 hat eindrucksvoll bewiesen, dass gemeinsame Verantwortung, praxisnahe Bildung und gesellschaftliche Integration die Basis für die Fachkräftesicherung der Zukunft bilden.
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Tagungsbroschüre TransFVernetzung








