Das virtuelle Digitalgebäude

Das digitale Gebäudemodell mit Inhalten aus dem Bereich der Gebäudehülle und der Gebäudetechnik wird entwickelt und erprobt. Es soll das Verständnis für konstruktions- und ausführungsbedingte Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen Bauwerksteilen und häufig auftretende Problemen an baulichen und versorgungstechnischen Schnittstellen sowie an Gewerke-Übergängen verbessern.

Das Beispiel einer einfachen Wand deutet die Vielfalt der verständnisrelevanten Aspekte an: Statische Fragen spielen eine wichtige Rolle, doch außerdem sind thermische Eigenschaften, Dichtheit, Feuchtigkeits- und Witterungsschutz, Installationen (Elektro, Informationstechnik, Sanitär, Heizung, Sicherheitstechnik, Gebäudeautomation), Schallschutz, Brandschutz, gestalterische Fragen, Instandhaltungsaufwand, An- und Einbauten, Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit usw. von Bedeutung für das Verständnis des „Gesamtsystems Wand“.

Bei der Darstellung entstehen Überschneidungen, die bei der medialen Umsetzung vielfache Querbezüge und eine Mehrfachnutzung von Medienbausteinen (Bilder, Videos, Animationen, Kurztexte, Aufgaben u.a.) erfordern. Die Medienbausteine werden deshalb und zur Vereinfachung der Systempflege über eine Datenbank verwaltet. Der Zugang für die Nutzer erfolgt über das dreidimensionale Modell des Zweifamilienhauses auf der Benutzeroberfläche.

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Die technische Umsetzung erfolgt durch das Institut für Bauwirtschaft der Universität Kassel. Die Inhalte liefern das Berufsbildungs- und TechnologieZentrum (BTZ) der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim sowie das Bundesbildungszentrum des Zimmerer- und Ausbaugewerbes (Bubiza) in Kassel. Beim Bubiza liegt auch die Leitung des Gesamtprojekts. Die didaktische Unterstützung und die Evaluation erfolgen durch das Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre der Technischen Universität Berlin.

Die zentralen „didaktischen Elemente“ sind das digitale Gebäude selbst und eine umfassende Handreichung für die Hand der Lehrenden, in der unter anderem lernorientierte Einsatzszenarien für das Medium vorgeschlagen werden. Diese beziehen sich auf die Lehrgangsvorbereitung, die Nutzung im Präsenzlehrgang sowie auf die Nachbereitung und Prüfungsvorbereitung. Eine Kurzanleitung zur Handhabung des Systems und dem Lernkonzept, das sich damit verbindet sowie eine Sammlung mit Testaufgaben zur Sicherung und Prüfung der Lernergebnisse runden das System didaktisch ab. Alle Elemente werden über einen Startbildschirm mit Auswahl-/Navigationsfunktion miteinander verbunden.

Das Projekt „Das virtuelle Digitalgebäude“ (FKZ 01PD14015D) läuft vom 01.08.2015 bis zum 30.07.2017. Es wird im Rahmen des Programms „Digitale Medien in der beruflichen Bildung (DIMEBB)“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds gefördert.